Die Togian Islands. „Das ist das Paradies“ dachte ich mir, als ich die ersten Fotos davon gesehen hab. Ein einsamer Bungalow mit einer Hängematte, direkt vor einem weißen Sandstrand der von Palmen gesäumt ist. Dahinter türkisblaues Meer. Da müssen wir hin! Doch der Weg in dieses Paradies ist nicht so einfach…also von vorne.
6:30 kritzelt die Besitzerin unseres Homestays auf einen Zettel. Die Erklärung zu dieser Zeitangabe bekommen wir auf Indonesisch. Mh, ahja.
Morgen wollen wir mit der Fähre in Richtung der Togian Islands, genauer gesagt auf die Insel Malenge wo sich die „Bahia Tomini“ befindet. Wir wissen nicht genau, wann die Fähre ablegt. Ein paar Leute haben gesagt um 7:00 Uhr, ein paar meinten um 8:00 Uhr. Mit der netten Dame von unserer Unterkunft kommunizieren wir nur mit Google Translator, sie spricht so gut wie kein Englisch. Aber sie weiß, dass wir auf die Togians wollen. Das ist schon mal gut. Sie weiß bestimmt, wann wir beim Fährhafen sein sollen. Hoffen wir zumindest. Wir legen unser Schicksal in ihre Hand, ob wir morgen die Fähre zu den Togians erwischen oder nicht.
Roland und ich interpretieren die Zeitangabe auf dem Zettel mal so, dass die Dame uns um 6:30 Uhr zum Fährenhafen von Bumbulan bringt. Und hoffen, dass sie genügend Zeit eingeplant hat, dass wir noch unsere Fährentickets kaufen können. Diese Fähre müssen wir erwischen, und wenn wir mit unseren 15 kg Backpacks hinsprinten müssen. Die nächste fährt nämlich erst in vier Tagen wieder.
Mit einem etwas mulmigen Gefühl ob alles glatt geht morgen legen wir uns ins Bett. Den Wecker stellen wir auf 5:45 Uhr.
Auf zur Fähre
Es ist 6:00 Uhr, die Dame vom Homestay ist bereits wach und serviert uns einen Kaffee. Andere (indonesische) Gäste machen noch Selfies mit uns. Alles ist sehr entspannt. Roland spaziert in das Reisfeld neben dem Haus, um ein paar Fotos vom Sonnenaufgang zu schießen.
Ein Bauarbeiter der auch in der Unterkunft geschlafen hat, nutzt sofort die Möglichkeit ein Foto mit mir alleine zu machen. „Problem?“ sagt er und zeigt auf Roland, der 200 Meter entfernt auf der Straße hockt mit seiner Kamera in der Hand. Ich lache laut auf und sage „No, no problem“. Und da greift er gleich ganz frech meine Hand und will sie während des Fotos halten. Ich gehe noch extra ein bisschen in die Knie, damit ich nicht größer bin als er auf dem Foto. Na hoffentlich verpassen wir nicht die Fähre vor lauter Fotos schießen….
Ein Bauarbeiter der auch in der Unterkunft geschlafen hat, nutzt sofort die Möglichkeit ein Foto mit mir alleine zu machen. „Problem?“ sagt er und zeigt auf Roland, der 200 Meter entfernt auf der Straße hockt mit seiner Kamera in der Hand. Ich lache laut auf und sage „No, no problem“. Und da greift er gleich ganz frech meine Hand und will sie während des Fotos halten. Ich gehe noch extra ein bisschen in die Knie, damit ich nicht größer bin als er auf dem Foto. Na hoffentlich verpassen wir nicht die Fähre vor lauter Fotos schießen….
6:40 Uhr. Angekommen am recht überschaubaren Fährenhafen. Die Fähre steht schon bereit, puh zum Glück. Wir laufen einmal quer über das Gelände um einen Ticketschalter zu finden. Von ungefähr 200 Menschen finden wir den einen, der ein paar Brocken englisch spricht. Um 7:00 Uhr sperrt der Ticketschalter auf, die Fähre legt um 8:00 Uhr ab. Ok, wir warten. Eine Gruppe von Kids umzingelt uns. „Hey Miss! Hey Mister!“ rufen sie die ganze Zeit, wir winken ihnen zu.
Roland und ich setzen uns auf einen Randstein und warten bis der Ticketschalter aufsperrt. Für die Kinder sind wir eine Attraktion, sie weichen nicht mehr von unserer Seite. Ein paar Wörter englisch können sie, ihre Namen und wie alt sie sind finden wir heraus. Ich zeige ihnen ein paar Fingerspiele und die Scheu ist verflogen.
Wir machen Selfies, hören den Song Despacito weil er ihnen so gefällt. Ich zeige ihnen ein paar Fotos auf meinem Handy. Als alle Hemmungen gefallen sind, ist es wie in einem Streichelzoo. Alle Kids wollen uns angreifen, meine Haare, wollen meine Hand nehmen. Die Zeit ist voll schnell verflogen, es ist bereits 8:00 Uhr. Jetzt sperrt auch der Ticketschalter mit einer Stunde Verspätung auf.
Roland und ich setzen uns auf einen Randstein und warten bis der Ticketschalter aufsperrt. Für die Kinder sind wir eine Attraktion, sie weichen nicht mehr von unserer Seite. Ein paar Wörter englisch können sie, ihre Namen und wie alt sie sind finden wir heraus. Ich zeige ihnen ein paar Fingerspiele und die Scheu ist verflogen.
Wir machen Selfies, hören den Song Despacito weil er ihnen so gefällt. Ich zeige ihnen ein paar Fotos auf meinem Handy. Als alle Hemmungen gefallen sind, ist es wie in einem Streichelzoo. Alle Kids wollen uns angreifen, meine Haare, wollen meine Hand nehmen. Die Zeit ist voll schnell verflogen, es ist bereits 8:00 Uhr. Jetzt sperrt auch der Ticketschalter mit einer Stunde Verspätung auf.
Alle müssen jetzt Schwimmwesten anziehen?!
Wir verabschieden uns von den süßen Kindern und gehen mit Sack und Pack zur Fähre. Von außen sieht sie in die Jahre gekommen aus, voll rostig. „Das ist wohl eine der Fähren von denen man dann später bei uns in den Nachrichten hört, dass sie gekentert ist“ scherzt Roland. Auf der Fähre steckt die Crew erstmal alle Passagiere in eine Schwimmweste. „Okay, wie oft sinkt hier ein Schiff, dass wir auf einer fünfstündigen Fahrt permanent Schwimmwesten tragen müssen?“Als alle die Schwimmwesten anhaben macht der Kapitän ein Foto. Anschließend kommen alle Westen zurück in die Kiste. Lustig, war wohl nur ein Check, ob sie im Notfall jeder anlegen kann.
Vor uns setzt sich ein Indonesier, er videophoniert gerade mit – vermutlich - seiner Frau. Er dreht das Handy in unsere Richtung und gibt uns zu verstehen, dass wir mal winken sollen. Ja klar doch sagen wir Hallo zu seiner Frau! Inzwischen sind wir schon sehr routiniert was unseren Starruhm hier angeht, total lässig winken wir der Indonesierin zu und rufen Hello entgegen. Sie lacht voll begeistert. Es wirkt als könnte sie es gar nicht glauben, dass ihr Mann mit Touris auf der Fähre ist (wir waren die einzigen auf der Fähre). Ach, wie herzlich dieses Land ist.
17:00 Uhr, mit zwei Stunden Verspätung legt die Fähre in Dolong an. Doch die Reise ist noch nicht zu Ende. Jetzt ein Boot chartern, um zu unserer Bucht auf der Insel Malenge zu kommen. „Special Tourist Boat“ hat uns gleich einer zugerufen als wir die Fähre verlassen haben. Ok, nehmen wir. Sonst gibt’s eh keine Wahl. Was so „special“ an dem Boot war, wissen wir bis heute nicht. Wahrscheinlich der Preis den sie verlangen.
Roland und ich steigen in das wackelige Fischerboot, gebückt krabbeln wir über unsere Rucksäcke drüber.
Es herrscht ein ziemlicher Wellengang und wir werden ordentlich nass gespritzt. Die Sonne versinkt langsam hinter der Küste und zwei Stunden Bootsfahrt trennen uns noch von der Bahia Tomini, unserer Unterkunft. „He komm auch mal rauf, da ist es viel cooler“ ruft mir Roland vom Dach zu. (Achtung, jetzt wird’s kitschig!) Wir legen uns auf das Dach des kleinen Bootes und warten, bis wir die ersten Sterne sehen. Um uns nur das dunkle Meer und die Motorengeräusche des Fischerbootes. Was für eine lässiger Ort zum Sterne schauen! „Es ist Sonntagabend, was würden wir wohl daheim heute machen?“ frage ich Roland. „vielleicht Tatort schauen“. Beide lachen wir und schauen zufrieden in den Sternenhimmel über uns.
Es herrscht ein ziemlicher Wellengang und wir werden ordentlich nass gespritzt. Die Sonne versinkt langsam hinter der Küste und zwei Stunden Bootsfahrt trennen uns noch von der Bahia Tomini, unserer Unterkunft. „He komm auch mal rauf, da ist es viel cooler“ ruft mir Roland vom Dach zu. (Achtung, jetzt wird’s kitschig!) Wir legen uns auf das Dach des kleinen Bootes und warten, bis wir die ersten Sterne sehen. Um uns nur das dunkle Meer und die Motorengeräusche des Fischerbootes. Was für eine lässiger Ort zum Sterne schauen! „Es ist Sonntagabend, was würden wir wohl daheim heute machen?“ frage ich Roland. „vielleicht Tatort schauen“. Beide lachen wir und schauen zufrieden in den Sternenhimmel über uns.
Angekommen.
Es ist bereits stockdunkel, als wir in der Bahia Tomini ankommen. Die Unterkunft ist nur per Boot erreichbar, hinter den einfachen Holzbungalows beginnt der Regenwald. Strom gibt es nur zu bestimmten Stunden. Internet? Fernsehen? Handyempfang? Fehlanzeige.
Wir können es kaum erwarten, unsere Bucht, unser Zuhause für die nächsten sieben Tage bei Tageslicht zu sehen. Es hört sich jetzt alles voll kitschig an, aber es war so: Wir wachen auf mit einem sanften Meeresrauschen. Mit einem fetten Grinser im Gesicht schiebe ich den Baldachin zu Seite, öffne die Glastüre. Vor mir zwei Hängematten, davor ein feiner weißer Sandstrand. Alles umrahmt von Palmen. Ein kleines Boot ankert im seichten, türkisblauen Meer. Wuuuaaahhhhhh, ich fange zum Hüpfen und kreischen an. Wir sind im Paradies! Es geht nicht schöner! Falls ihr den Film „Die blaue Lagune“ kennt, genauso fühlen wir uns hier.
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Kein Netz. |
„Someday we bought this beach here“
Für die Spanier Kike und Eva ist dieses wunderbare Fleckchen Erde seit zweieinhalb Jahren ihr Zuhause. Mit vier Hunden, zwei Katzen und ein paar Hühner leben sie in einer traumhaften Bucht auf den Togian Islands und vermieten drei Bungalows. „We always wanted to leave Spain. And someday we bought this beach here“ erzählt uns Kike als wir beim Frühstück mit ihm sitzen. Hört sich das nicht geil an?
Im Hintergrund läuft gemütliche Reggae-Musik, eine Piratenfahne weht über der Hängematte. Selbstgemachte Windspiele aus Muscheln und kunstvoll arrangierten, vom Meer angeschwemmten Plastikteilchen baumeln von einem Holzbalken. Es herrscht richtiges Aussteiger-Flair in der Bahia Tomini. Hier hat sich eindeutig jemand seinen Traum erfüllt.
Hinter der Küche hat sich Kike einen Holzofen gemauert. Er bäckt selbst Brot und verwöhnt uns mit einem Sauerteig-Kürbisbrot an diesem Morgen. „If you don’t like a special food, just let me know so I won’t cook it. Food is too precious to waste it”. „Don’t worry, we eat everything“, sagt Roland. Die letzten Tage gabs nur fettiges und picksüßes, wir können es kaum erwarten, mal wieder was richtig gutes zu essen.
Hinter der Küche hat sich Kike einen Holzofen gemauert. Er bäckt selbst Brot und verwöhnt uns mit einem Sauerteig-Kürbisbrot an diesem Morgen. „If you don’t like a special food, just let me know so I won’t cook it. Food is too precious to waste it”. „Don’t worry, we eat everything“, sagt Roland. Die letzten Tage gabs nur fettiges und picksüßes, wir können es kaum erwarten, mal wieder was richtig gutes zu essen.
Wir sitzen noch beim Kaffee, als Kike plötzlich aufsteht und etwas auf indonesisch Richtung Meer ruft. „Oh, he’s the Barracuda-Men. He always sells Barracuda. Tonight we gonna eat a delicious one“, erklärt er uns. Der Fischer legt mit seinem kleinen Boot in der Bucht an und hält einen großen silbergrauen Fisch in die Höhe. Kike geht die paar Meter ins Meer, packt den Fisch am Hacken und läuft damit schnell in die Küche. Er wiegt ihn ab und zahlt den Fischer. So funktioniert hier der Fischeinkauf.
Die Nähe zum Äquator ist spürbar, die Sonne brennt wie Feuer auf unseren Köpfen. Beim Rundgang durch die Anlage merken wir, wieviel Herzblut Kike und seine Frau Eva in jeden Bungalow gesteckt haben. Riesenmuscheln dienen als Seifenhalter, ein Stück Treibholz als Aufhängevorrichtung im Bad. Jeder Bungalow ist in einer anderen Farbe gestrichen. Nur natürliche Materialien wie Kokosnussschalen oder Muscheln dienen als Deko. Das (leider) vom Meer angeschwemmte Plastik wird upgecycelt. „Water is precious as gold. Please use it wisely“ steht auf einem angeschwemmten Flip-Flop, der neben der Dusche hängt.
Alle Ressourcen sind kostbar, vom Essen bis zum Wasser. Und das vermittelt das spanische Pärchen auch seinen Gästen. Die Hunde verfolgen uns auf Schritt und Tritt beim Rundgang. „What do you feed the dogs?“ fragen wir Kike verwundert, denn Hundefutter kriegt man hier sicher schwer. „Rice, Fish and Coconut“ sagt er lachend. Hehe, das haben wir auch noch nie gehört. Sind wohl asiatische Hunde durch und durch.
Alle Ressourcen sind kostbar, vom Essen bis zum Wasser. Und das vermittelt das spanische Pärchen auch seinen Gästen. Die Hunde verfolgen uns auf Schritt und Tritt beim Rundgang. „What do you feed the dogs?“ fragen wir Kike verwundert, denn Hundefutter kriegt man hier sicher schwer. „Rice, Fish and Coconut“ sagt er lachend. Hehe, das haben wir auch noch nie gehört. Sind wohl asiatische Hunde durch und durch.
Was macht man in einer einsamen Bucht fragt ihr euch wahrscheinlich gerade. Ganz viel chillen und das unvorstellbar gute Spanisch-Indonesische Essen genießen. Unser Tagesablauf sieht so aus: Frühstücken. Hängematte. Lesen. Schnorcheln oder Tauchen. Wenn die Glocke läutet gibt's Mittagessen. Eine Partie Tischtennis oder Ping-Pong spielen. Kaffee trinken. Hunde streicheln. Sonnenuntergang ansehen. Daran kann man sich gewöhnen. Ach wie schön ist dieses unbeschwerte Leben hier!
Chillen im traumhaften Bungalow, in der Bucht...
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Der linke Bungalow war unser Zuhause. Im rechten wohnt Kike mit Eva. |
Schnorcheln und Tauchen...
Direkt vom Bungalow aus können wir los schnorcheln zum Hausriff, wo eine Riesen-Schildkröte und Babyhaie leben. Wir haben sogar einen Mantarochen beim Schnorcheln gesehen!
Sonnenuntergänge...
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Sundowner: Mit einem kleinen Boot paddeln wir zum Sonnenuntergang aufs Meer raus |
800 Seesterne
„Reef 4 was always my favorite one. Now it is destroyed“, erzählt uns Kike. Jetzt ist es voller dorniger Seesterne. Eine richtige Plage, sie fressen die Korallen und zerstören das Riff. Grund sei die wärmere Wassertemperatur meint Eva.
Zwar zahlen Touristen umgerechnet 9 Euro Eintritt in den Marine Park der Togian Islands. Doch in den Schutz der Riffe investieren die zuständigen Behörden nur wenig, erzählt uns Eva mit genervtem Blick. Die beiden Naturliebhaber packen das Problem mit den Seesternen selbst an, damit nicht noch mehr vom Riff zerstört wird. Jedem Fischer zahlen sie umgerechnet 6 Cent für einen Seestern. So hoffen sie, der Plage Herr zu werden. Finanzieren tun sie es aus Spenden von Touristen oder aus ihrer eigenen Tasche.
Es hat sich im Dorf bereits herumgesprochen, dass die Bahia Tomini für jeden gesammelten Seestern zahlt. Für die Fischer ist das ein gutes und leichtes Einkommen. Roland und ich liegen gerade in der Hängematte, als vier kleine Fischerboote anlegen. Alle sind randvoll mit Seesternen. Vier Männer haben über 800 Seesterne auf einer Fläche von ca. 10m2 gesammelt. Drei Stunden lang sind sie getaucht und haben mit Stäben die dornigen roten Seesterne vom Riff gelöst. Das Ausmaß der Katastrophe ist uns jetzt klar. „Roland, could you make a picture of us?“ fragt ihn Eva. „I want to send it to the government, so that they do something about it!“.
An unserem letzten Tag machen wir einen Ausflug in das Hauptdorf der Insel. Dort sind alle Häuser auf Stelzen gebaut. Am Weg dorthin treffen wir wieder viele freundliche Kinder, die sofort mit uns auf englisch zu quatschen beginnen und Fotos mit uns machen wollen.
Verliebt.
Nicht nur in diese wunderschöne Bucht, in die mit viel Liebe hergerichteten Bungalows und ihre überaus herzlichen Besizter. Nein, in Selva. Eine getigerte Hünding. Eigentlich waren Roland und ich immer die Katzen-Menschen. Aber Selva ist anders. Wir haben uns in die Hündin verliebt.
Selva bedeutet Dschungel auf Spanisch. Eines Tages lag ein kleiner Welpe unter dem Bungalow. Kike und Eva hatten bereits drei Hunde, ein vierter schien ihnen zu viel. Also brachten sie Selva in das eineinhalb Stunden Fußmarsch entfernte Dorf zurück, wo sie vermutlich herkam. Nächsten Tag tauchte der kleine Welpe wieder aus dem Dschungel auf. Seitdem gehört sie zu ihrer Hundefamilie. Selva hat unsere Herzen erobert. Sie liebt es, am Bauch gestreichelt zu werden.
"Do you want to join me and watch the World Cup Final?" fragt uns Kike an unserem letzen Abend. Klar wollen wir, zumindest Roland. Aber Moment mal, es gibt doch gar keinen Fernseher hier. Eben deswegen fahren wir mit dem Boot ca. 10 Minuten in eine benachbarte Bucht. Dort haben sie einen kleinen Fernseher. Das Ganze mitten in der Nacht, das Spiel war bei uns um 23 Uhr. Als wir mit dem Boot losfahren, sieht es aus als würden lauter Glühwürmchen im Wasser schwimmen. Es ist aber Plankton, der bei Vollmond leuchtet. Es sieht total faszinierend aus und wir fühlen uns, als würden wir durch Glitzerstaub fahren. Angekommen beim Nachbarn sitzen wir unter einem Haufen Franzosen, die Stimmung ist wie ihr euch denken könnt entsprechend gut (Achtung Spoiler: Frankreich wurde Weltmeister 😜).
„Come back. We will have work for you.“
Sagt Kike als wir uns um 7:00 Uhr morgens nach unserem Fussballabend verabschieden. Zurückkommen? Definitiv. Den Gedanken wie wir uns in der Bahia Tomini nützlich machen könnten, hatten wir bereits in unserem Kopf. Roland als Bootsfahrer, ich helfe im Garten. Oder wir begleiten die Touris beim Schnorcheln. Oder wir helfen bei den vielen sozialen Projekten, die Eva im Kopf schwirren. Aufklärung zu Recycling, Müllentsorgung. Englischunterricht für die Kinder im Dorf.
Die Bahia Tomini ist ein Seelenort, nicht nur schön dort, sondern auch das Familiäre hat uns so begeistert. Man nimmt soviel Kraft von diesem Ort, dass man immer wieder zurückkehren möchte.
Die Bahia Tomini ist ein Seelenort, nicht nur schön dort, sondern auch das Familiäre hat uns so begeistert. Man nimmt soviel Kraft von diesem Ort, dass man immer wieder zurückkehren möchte.
Mit Wertschätzung. Unserer Natur und ihrer wertvollen Ressourcen gegenüber. Mit Einfachheit. Uns ist wieder einmal bewusst geworden, wie wenig (materielles) man zum Glücklichsein braucht. Mit Inspiration und Mut. Sich zu trauen, seinen Traum zu verwirklichen. Auch wenn der Anfang sogar im Paradies schwer ist.
Falls es jemandem im Video auffällt: Wir hatten zwei verschieden Bungalows. Wenn man es genau nimmt eigentlich drei. Aber diese Geschichte erzählen wir euch mal bei einem Bier 😉
Roland und ich waren wirklich wirklich WIRKLICH traurig, als wir die Togians nach acht Tagen verlassen. Mit einer Nachtfähre geht es für uns zurück nach Gorontalo. Unsere Zeit in Indonesien neigt sich dem Ende. Wie wir uns von Asien verabschieden, erfahrt ihr im nächsten kurzen Blogbeitrag aus Makassar.
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Zurück fahren wir Business-Class. Kostet zwei Euro mehr, dafür gibt's Betten. |
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