Panamá City und ihre Abkürzung

Donnerstag, 14. Februar 2019


Panamá City. Die Stadt, wo es so einen bekannten Kanal geben soll 😉 Beim ersten Bauversuch der Franzosen gegen Ende des 19. Jahrhunderts starb sogar jeder fünfte Arbeiter. An Malaria, Gelbfieber oder bei Arbeitsunfällen.


Unter diesen Umständen war das Bauvorhaben der Franzosen zum Scheitern verurteilt. Gegen Anfang des 20. Jahrhunderts übernahmen die USA die Baustelle. Sie bekämpften die Moskitos, die die Krankheiten übertragen und sorgten sich besser um die Gesundheit ihrer Arbeiter. So gelang es, den Kanal 1914 zu eröffnen.

Der Panamakanal

Bis zum Jahr 2000 war der Kanal im Besitz der USA. Heute zählt er zu einem der bedeutendsten Handelswege der Welt und erspart den Schiffen den Umweg über die Magellan-Straße in Südamerika.

Ungefähr 14.000 Schiffe passieren den Panamakanal pro Jahr. Fünfzehn Stunden braucht ein Schiff, um den 80 km langen Kanal zu durchqueren. Der Regenwald entlang des Kanals zählt übrigens zu den artenreichsten, da von den Containerschiffen viele Samen vom Wind runter geweht werden und an den Ufern gedeihen.

Ungefähr zwanzig Minuten von Panama City entfernt liegen die Miraflores Schleusen. Dort können Besucher die Durchfahrt von allen möglichen Schiffen beobachten: Vom Kreuzfahrtschiff, privaten Segelboot bis hin zum Mega-Frachter.



Auf zur Zuschauertribüne!

Roland und ich sind gerade bei den Miraflores-Schleusen im Museum, als die Durchsage kommt. Ein Schiff passiert demnächst die Schleusen. Sofort machen wir uns auf den Weg zur Zuschauertribüne im vierten Stock. Mächtig wie ein schwimmendes Hochhaus wartet das Containerschiff auf seine Durchfahrt.



Während wir beobachten, wie sich die Schleusen mit Wasser füllen, gibt ein Mann per Lautsprecher Facts zu dem Schiff bekannt. Woher es kommt, was es geladen hat, wohin es fährt und vieles mehr.  Er kommentiert super enthusiastisch und es wirkt als wär er auf Speed oder irgendwas ähnliches. Er spricht so schnell und überschlägt sich dabei mit seiner Stimme, dass wir (leider) kaum etwas verstehen können. "Der quatscht so schnell wie ein südamerikanischer Reporter, der ein Fussballspiel kommentiert", sagt Roland zu mir und schüttelt dabei enttäuscht den Kopf.
Aber egal, es ist trotzdem spannenden den Frachter bei seiner Durchfahrt zu beobachten.


Die Altstadt Casco Viejo

Wir verlassen die Miraflores-Schleusen und machen uns auf ins Zentrum. Die wunderschöne Altstadt von Panama City zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Diese ist ganz das Gegenteil vom Rest der Stadt, wo es nur (langweilige) Hochhäuser gibt.


Es ist der 31. Dezember. Wir spazieren durch die Straßen und es herrscht bereits Feierlaune. Vor einem Geschäft sitzen ein paar Locals, neben ihnen stehen ein paar leere Dosenbiere. Eine alte Omi tanzt mit einem jungen Herren, vermutlich ist es ihr Enkel. Sie hat die Augen geschlossen, ist ganz konzentriert auf das Lied. Sie trägt Rouge und Lippenstift, hat sicher herausgeputzt für heute. Sanft wippen beide eng umschlungen mit den Hüften hin und her. Was für ein herrliches Bild! Die alte Lady sieht so glücklich aus, als würde sie sich in ihre jungen Tage zurückversetzen, wie sie frischverliebt mit ihrem Liebsten die Nächte durchgetanzt hat....Roland und ich gehen mit einem zufriedenen Grinser an dieser Szene vorbei und speichern sie in unseren Köpfen ab. Den Fotoapparat lassen wir dieses Mal im Rucksack.

Wir gehen weiter zu Fuß durch die Altstadt und bewundern die schönen, abgebröckelten Fassaden mit ihren Balkonen.



Wo kommt der Panama Hut her?

Fun Fact: Der Panama-Hut stammt nicht aus Panama, sondern aus Ecuador. Als US-Präsident Theodore Roosevelt bei einer Besichtigung des Panamakanals im Jahr 1906 einen ecuadorianischen Toquilla-Strohhut trug, gingen die Fotoaufnahmen um die Welt. Der heutige Name des "Panama-Hutes" war geboren.







Prosit Neujahr!

"Lass uns Sushi Essen gehen zu Silvester", machen wir uns für den 31.12. aus.
Um vier Uhr Nachmittag spazieren wir bei dem Lokal vorbei, wo wir gerne Essen gehen möchten. Keine Tische mehr frei für heute Abend. Ok. Suchen wir uns halt was anderes zum Essen. Geworden ist es ein stinknormales Latino-Lokal.

23:00 Uhr

Unser weiterer Plan: Auf eine Rooftop-Bar gehen, damit wir das Feuerwerk sehen können. Wir gehen zu einer Bar in der Altstadt, es herrscht schon ordentlich Party-Stimmung im Erdgeschoss. Die Empfangsdame schreit uns den Eintrittspreis für die Dachterrasse ins Ohr.
Zuerst dachten wir, dass wir uns verhört haben. Wir fragen nochmal nach und müssen unsere Kinnlade festhalten, damit sie nicht runterfällt. Für eine Pfurzkas-Rooftop-Bar, die gerade mal im 5. Stock in der Altstadt liegt und nix super luxuriöses ist wollen sie unvorstellbare 170 Dollar. Pro Person versteht sich. Da sind aber dann noch keine Getränke oder so dabei.
Ok, dann gehen wir halt zum Supermarkt und holen uns dort ein Dosenbier. Aber dafür zumindest ein edles Craft-Bier.

So stoßen wir um Mitternacht mit Dosenbier in Panama City an und verabschieden das unvorstellbar geile Jahr 2018, das wir hinter uns haben. Beide Lachen wir drüber, wie wenig unsere Pläne von wegen Sushi & Rooftop-Bar für diesen Abend aufgegangen sind.


Nächsten Tag holen wir das eigentliche Silvester-Programm nach. Gehen in die Rooftop-Bar was trinken, ohne 170 Dollar zu zahlen.

Und zu unseren Sushi kommen wir auch noch. Wie gut das wieder mal schmeckt!


Wie es weitergeht? 

"The captain of the Perla del Caribe just called to inform us that he would like to push the departure date from Panama by one day" steht in der E-Mail die ich vom Touroffice erhalte. Unser Segeltrip verschiebt sich um einen Tag. Wohin es geht, gibts bald zum Lesen.

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