Was für ein Roadtrip! 36 Campingplätze, über 6.500 gefahrene Kilometer. Es fühlt sich an, als hätten wir mehrere Länder bereist. Wo wär man wohl und wieviele Länder würde man durchqueren wenn man von Österreich aus 6.500 km in eine Richtung fährt?
Bei uns ging es vom sommerlichen Cairns in immer kühlere Regionen mit ungefähr 8 Grad Tagestemperatur. Dazwischen haben wir Wild-West-Landschaft gesehen und den wohl schönsten Regenwald, den wir bisher gesehen haben. Und Strände. Sehr viele Strände. Endlos lange, einsame Strände. Im heutigen Beitrag gibts den ersten Happen von unseren Highlights aus Australien.
Bei uns ging es vom sommerlichen Cairns in immer kühlere Regionen mit ungefähr 8 Grad Tagestemperatur. Dazwischen haben wir Wild-West-Landschaft gesehen und den wohl schönsten Regenwald, den wir bisher gesehen haben. Und Strände. Sehr viele Strände. Endlos lange, einsame Strände. Im heutigen Beitrag gibts den ersten Happen von unseren Highlights aus Australien.
Great Barrier Reef
Das Great Barrier Reef mit seinen 2.300 km Länge ist der Wahnsinn. Von oben haben wir es uns bereits angesehen - hier der Blogpost dazu. Aber natürlich wollen wir es uns auch Unterwasser nicht entgehen lassen. Und Roland hat dabei zum ersten Mal einen Hai gesehen. Ganz ruhig ist er im Sand gelegen und hat geschlafen. Meine erste Bekanntschaft mit einem Hai ist schon ein paar Jahre aus. Ich war also ganz entspannt 😉![]() |
So sieht ein kleiner, schalfender Hai aus. Süß, oder? |
Wanderparadiese in den vielen Nationalparks
Wir haben ja schon einige Regenwälder in Asien und Lateinamerika gesehen. Aber der Daintree Nationalpark im Nordosten von Australien haut uns aus den Socken. Riesenfarne versprühen echtes Jurassic Park Feeling und wir können es nicht beschreiben, aber dieser Regenwald ist einfach ein Traum. So wild, so unberührt, so gut erhalten. Die Flüsse sind glasklar, nur schade dass man nicht mal die kleine Zehe reinhalten will, es gibt einfach zu viele Krokodile hier.
Auch die vielen anderen Nationalparks des Landes sind unglaublich.
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Riesiger Feigenbaum in den Atherton Tablelands |
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Wilsons Promontory |
Blue Mountains
Hunderte Stufen führen uns den Canyon hinunter. Es hat kurz davor geregnet und der gesamt Wald glänzt in einem dunklen, saftigen Grün. Kleine Wasserfälle tröpfeln von den mächtigen Steinwänden neben uns. Die Luft riecht herrlich frisch. Ach, was gibt es besseres als durch solch einen Wald zu wandern?Weite, einsame Strände & Sonnenaufgänge
Davon hat Australien genug zu bieten. Der Wecker läutet um 5:15 Uhr und wir gesellen uns zu den ersten Surfern an den Strand und beobachten wie sich die Sonne über den Horizont schiebt. Oder wir klappen unseren Campingtisch am Strand auf und machen Mittagspause. Oder wir gehen einfach nur am späten Nachmittag spazieren. Strand kann man doch nie genug kriegen, oder?
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Sunrise Beach, Noosa |
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Wongaling Beach |
Wildlife
In Australien haben wir das Gefühl, in einem Zoo zu sein. Überall flattern die buntesten und schrillsten Vögel. Bei uns in Österreich ist es der Spatz der die letzten Brotbrösel vom Teller stielt, hier ist es ein Papagei. Vögel die man sonst nur aus Zoohandlungen kennt, wie etwa Kakadus, sind hier nix besonderes. Auf den Campingplätzen und auf den Wanderwegen laufen Brush-Turkeys (so eine Art wilder Truthahn) herum. Sobald es dunkel ist, hüpfen auf der Straße Wallabies und Kängurus herum. Auch bei den Wombats (ähnlich wie unser Dachs) müssen wir aufpassen, dass sie uns nicht vors Auto laufen.
Wir parken mit dem Auto auf einem Aussichtspunkt und plötzlich schießt eine Wasserfontäne vor uns empor. Ein Buckelwal. Das passiert häufig: Wir beobachten eine Weile das Meer und siehe da: Wieder einen Wal entdeckt der Luft holt. Und das vom Strand aus. Wir sehen wie er die Flosse gegen die Oberfläche peitscht. Sehen Delfine wie sie fröhlich die Wellen reiten. Ok, die Fotos sehen nicht so toll aus. Es war echt schwierig, genau im richtigen Moment abzudrücken.
Leider kann man viele Strände nicht wirklich zum Baden nutzen. In einigen Landesteilen gibt es die tödlichen Quallen, die einen Badenachmittag ausschließen.
Vor allem in Queensland sind es aber auch die Salzwasserkrokodile, die sich am Strand aufhalten können. Wir haben vorsichtshalber nicht mal unsere Füße ins Meer gesteckt sondern uns die Krokos von einem Boot aus angesehen....
Vor allem in Queensland sind es aber auch die Salzwasserkrokodile, die sich am Strand aufhalten können. Wir haben vorsichtshalber nicht mal unsere Füße ins Meer gesteckt sondern uns die Krokos von einem Boot aus angesehen....
Auf der Suche nach den "salties" im Daintree River
„Puh, so hoch ist das aber gar nicht. Da könnte schon ein Krokodil hochschnappen“ stellt Roland fest, als wir uns in die erste Sitzreihe des „Crocodile Express“ setzen. Pünktlich um 10:45 legen wir beim Daintree River ab. Es geht einen schlammig braungrünen Fluss entlang, neben uns weiden Kühe. Dort wo keine Kühe grasen, befinden sich dicht bewaldete Hügel. Der älteste Regenwald Australiens. Der Fluss ist bekannt für die vielen Süß- und Salzwasserkrokodile, die darin leben. „Salties“ nennen die Australier letztere. Hört sich schon fast nach einem süßen Kosenamen für diese lebenden Dinosaurier an. Roland und ich sind aufgeregt und können es kaum erwarten, Krokodile in freier Wildbahn und in so einer schönen Kulisse zu sehen.
„How many cows got eaten by crocodiles?“
Wahrscheinlich ist die Frage in euren Köpfen auch schon aufgeblobbt. Wir fahren einen Fluss entlang, der anscheinend vor lauter gefräßigen Krokodilen wimmelt und daneben grast ganz entspannt eine Herde Kühe. Das passt irgendwie nicht zusammen. Leichtes Spiel für die Krokodile, armer Bauer.
Der Guide nimmt die Frage gleich vorweg, bevor noch einer der Touris seinen Mund aufmachen kann. Hier die Antwort: So gut wie keine. Nur die Kälber sind gefährdet. Zwar könnten die Krokodile auch die ausgewachsenen Kühe töten, aber es würde zu viel Energie kosten. Daher stehen wenn dann, nur die Kälber am Speiseplan, aber die werden von ihren Mamis geschützt.
Es dauert nicht lange, entdecken wir schon das erste vier Meter große Tier, das sich gerade am Uferrand sonnt. Wahnsinn es in freier Wildbahn zu sehen. Wie es vollkommen regungslos auf dem schlammigen Uferboden liegt, perfekt getarnt. Bis zu einem Jahr (!!!) kann es ohne Nahrung auskommen, da es von der Sonne Energie aufnimmt.
„If you are in the water, you are on the menu of the crocodile“.
Am Boot sind wir sicher laut Guide. Die Krokodile sind auf Wasserbewegungen extrem sensibel. Würde man einen Fuß ins Wasser geben, kann das Tier die Druckveränderung bzw. Bewegung im Wasser spüren und könnte neugierig werden, welche potentielle Beute sich da rumtreibt. Also lieber mal schön an Board bleiben.
Krokodile sind an der Spitze der Nahrungskette im Daintree River. Manchmal schwimmen auch Bullenhaie bis zu 40 km vom Meer flussaufwärts, erklärt uns der Guide. Irre, welche Raubtiere sich unter uns theoretisch tummeln könnten. Was, wenn die zwei aufeinandertreffen würden? „If it comes down to bullshark vs. crocodile, put your money on the crocodile.“ Na dann wissen wir schon mal, nach welchen Wetten wir in Zukunft Ausschau halten müssen.
Den zweiten (und letzten) Beitrag mit den Highlights aus Australien gibts in Kürze. Falls ihr dazwischen noch Lesestoff benötigt oder die zwei Beiträge verpasst habts: hier der Blogbeitrag zu unserer rumpeligen Bustour auf Fraser Island und unser Rundflug über das Great Barrier Reef.
Den zweiten (und letzten) Beitrag mit den Highlights aus Australien gibts in Kürze. Falls ihr dazwischen noch Lesestoff benötigt oder die zwei Beiträge verpasst habts: hier der Blogbeitrag zu unserer rumpeligen Bustour auf Fraser Island und unser Rundflug über das Great Barrier Reef.
See you soon, mate!
WUNDERBAR... ganz dringend notwendig aufhellende Bilder schickt ihr da gerade ins grau-in-graue Wien... wobei es ab Elli's Beach doch a bissl kitschig wird :) Wir hängen die letzten Tage in der Nebelsupp'n... viel Spaß euch beiden weiterhin und immer fest den Guides vertrauen - dann seid ihr sicher! zB am Boot... :) ---Sonja
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