Tikal - die Hauptstadt der Maya

Donnerstag, 31. Januar 2019


Immer wieder schnappen wir bei anderen Reisenden die ehemalige Mayastadt Tikal auf. Mitten im Regenwald von Guatemala liegen die beeindruckenden Tempel und Pyramiden. Wahrscheinlich habt ihr sie sogar schon einmal unbewusst in einem bekannten Film gesehen...

Auf nach Flores

Flores ist der perfekte Ausgangspunkt für einen Tikal-Besuch. Von San Ignacio in Belize geht es also erst mal nach Flores mit uns. Zu Fuß passieren wir die Grenze und bereits auf den ersten paar Metern nach dem Grenzübergang merken wir…wir sind wieder in unserem „altbekannten" Lateinamerika.

Ein Geschäft reiht sich an das nächste. Bunt bemalte Häuserfassaden leuchten uns entgegen. Bei den Straßenständen verkaufen beleibte Frauen Tacos in verschiedensten Fleischvariationen. (Mit dem Vegetarischen haben sie es nicht so hier). Ein ziemliches Gewusel herrscht auf der Straße.

Belize ist doch eine Ausnahme in Mittelamerika, die Kultur etwas anders und vor allem ist die Hauptsprache Englisch.

In der Grenzstadt zwischen Guatemala und Belize setzen wir uns in ein Sammeltaxi und eine gute Stunde später steigen wir in Flores aus. 


Flores ist ein kleine, charmante Stadtinsel, die mitten im See Petén Itzá liegt. Am späten Nachmittag schlendern wir an den bunten Häusern vorbei und gehen durch die schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen.

Am liebsten flanieren wir gegen Sonnenuntergang einfach durch die kleinen Gässchen und beobachten die Locals wie sie im See planschen, bevor wir uns mal wieder mit scharfen Tacos den Bauch vollschlagen.


Roland hat einen neuen Homie gefunden




Auch in Guatemala gibt es wieder gute Tacos. Ganz wichtig: Man muss immer behaupten, dass die Tacos noch viel besser als in Mexiko sind.
Wir bleiben drei Tage in Flores und machen an einem Tag einen Ausflug nach Tikal, zu den Mayaruinen. Diese ehemalige Mayastadt ist in Zentralamerika ungefähr so bekannt wie der Machu Picchu in Südamerika. Frühmorgens ist es anscheinend am schönsten in Tikal, weil eine mystische Stimmung herrscht und die Chancen größer sind, Tiere zu sehen. Und natürlich: Es ist noch nicht so heiß 😉. Also machen wir uns mitten in der Nacht auf den Weg nach Tikal....

"Willkommen in der Hauptstadt der Maya“

….steht in allen möglichen Sprachen auf einer Tafel über dem kleinen Essensstand. Wir brauchen Kaffee. Und zwar ganz dringend. Um 4:00 Uhr früh sind wir aufgestanden, um möglichst bald bei den wohl bekanntesten Maya-Ruinen Mittelamerikas anzukommen, Tikal. Jetzt ist es 7:00 Uhr und drei Stunden spannende Fakten über die Mayakultur erwarten uns. Da müssen wir unserer Aufmerksamkeit schon noch mit einem kleinen Koffein-Kick weiterhelfen.

Tempel und Pyramiden mitten im Regenwald

Mit einem Becher heißen Kaffee in der Hand marschieren wir zu Carlos, unserem Tourguide. Wir gehen einen breiten Feldweg entlang Richtung Dschungel.
Was Tikal so besonders macht, ist eindeutig die Umgebung. Schon bei der Hinfahrt sind wir eine kilometerlange, schnurgerade Straße gefahren. Links und rechts von uns war nur dichter Wald,  Tiergeräusche und sonst nix. Auch die Tempel und Pyramiden befinden sich im tiefsten Regenwald, eine wirklich mystische Kulisse.



Kotwerfende Affen

Unsere Führung beginnt. Carlos bleibt bei einem ersten Schild stehen. „I want you to explain this warning about howler monkeys“. Es bricht bereits Gelächter bei der Gruppe aus, da viele schon das Schild gelesen haben: Die Affen werfen mit Kot nach den Touristen. What?! Wieso das bitte? Carlos hat eine Erklärung parat: „If the monkeys have babies, they want to protect them“.  


Etwas vorsichtig bewegt sich die Gruppe weiter. Immer wieder richten auch Roland und ich den Blick nach oben, ob es eine Affen-Mami auf uns abgesehen hat. Zum Glück haben wir keine Ladung Sch**** abbekommen.

„Is this part of my group?“

Unser Guide ist top und informiert uns nicht nur über die Mayastätte sondern auch über Flora und Fauna. Neugewürz wurde zum Beispiel als natürliches Narkotikum von den Mayas eingesetzt. Auch wir kauen auf den Blättern herum und ein leichtes Taubheitsgefühl schleicht sich in unserem Mundraum ein.

Wir stehen gerade vor einer königlichen Stätte und Carlos erzählt uns etwas über den damaligen Opferkult. Bei den Mayas wurde immer das beste Blut geopfert, also Menschen aus der königlichen Familie.
Plötzlich raschelt etwas im Wald und sofort ist die Hälfte der Gruppe abgelenkt. Nach und nach gehen immer mehr Leute ein paar Meter rüber zu einem bestimmten Baum, wo sich bereits eine Traube von Menschen versammelt hat. Alle haben ihre Köpfe im Nacken und halten die Kameras bereit. "Where's the spider monkey?" geht es durch die Runde.
Carlos erzählt weiter und schielt immer mal wieder auf die Gruppe, die darauf wartet, dass sich der Klammeraffe zeigt. Mitten im Satz schießt es aus ihm in leicht erregtem Ton heraus „Is this part of my group?“. Leicht genervt lässt er den Kopf hängen, da scheinbar der Affe im Baum mehr Aufmerksamkeit bekommt als seine Geschichte über königliche Menschenopfer.
Auch Roland und ich müssen schmunzeln. "Wie kleine Kinder, von einem Rascheln und Tieren sofort abgelenkt", denken wir uns. Und natürlich haben auch wir die ganze Zeit in die Baumwipfel hochgeschaut 😂

Star Wars


Roland und ich erklimmen den letzten, größten und bekanntesten Tempel von Tikal. Der äußerst einfallsreiche Name lautet "Tempel IV". Kurz setzen wir uns auf eine der Stufen, um den weiten Blick auf die grüne Landschaft vor uns schleifen zu lassen.


Na, kommt es euch bekannt vor? Hier wurde für den ersten Star Wars-Teil aus den 70ern die Anflugszene des Millennium Falcon auf die versteckte Rebellenbasis gedreht.

Das wars auch schon von uns für heute. Beim nächsten Beitrag geht es auch wieder hoch hinaus. Wir beobachten einen aktiven Vulkan, wie er nachts Feuer spuckt. Also freuts euch auf einen abenteuerlichen Beitrag!

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